Die letzten Handelstage an den Aktienmärkten waren von zahlreichen negativen Schlagzeilen geprägt. Entsprechend hoch sind aktuell Volatilität und Unsicherheit. Gerade in solchen Marktphasen hilft es, einen Schritt zurückzutreten und den Blick auf die größeren Zeitebenen zu richten.
Ein Blick in den Monatschart des EuroStoxx50 zeigt: Der übergeordnete Trend bleibt weiterhin intakt.
Seit dem Corona-Tief im März 2020 sowie der Korrekturphase im Jahr 2022 hat der Index seine wichtigsten Ziele aus der Fibonacci-Extension sukzessive abgearbeitet. Im Jahr 2025 erreichte der EuroStoxx50 das erste zentrale Kursziel der Extension im Bereich von 5.400 Punkten. Dort folgte zunächst eine Konsolidierung, bevor der Markt seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzte.
Der aktuelle Rückgang vollzieht sich bislang innerhalb dieses intakten Aufwärtstrends. Zuletzt erfolgte ein Rücklauf bis zum Tenkan bei 5.678 Punkten.
Selbst eine Ausdehnung der Korrektur in den Bereich um 5.400 Punkte – gleichzeitig in der Nähe des Kijun bei 5.335 Punkten – würde aus charttechnischer Sicht weiterhin eine gesunde Korrekturbewegung innerhalb des übergeordneten Trends darstellen.
Kurzum:
Der Markt korrigiert – aber der Trend ist bislang nicht gebrochen.
In Phasen hoher Unsicherheit gilt mehr denn je:
Nicht jede Korrektur ist eine Trendwende.

