Seit dem Tief im November 2022 bei rund 16.000 USD hat Bitcoin eine lehrbuchhafte Aufwärtsstruktur ausgebildet. Die Aufwärtsbewegung wurde in 2024 durch eine klassische Flaggenkonsolidierung fortgesetzt, deren rechnerisches Kursziel im Bereich von etwa 125.000 USD lag – ein Niveau, das im Oktober 2025 erreicht und damit technisch „abgearbeitet“ wurde.

Seither hat sich das Chartbild jedoch klar eingetrübt. Der Markt befindet sich in einer übergeordneten Korrekturphase bzw. einem intakten Abwärtstrend. Zur Strukturierung der aktuellen Bewegung liefert die Fibonacci-Projektion aus der Technischen Analyse relevante Zielzonen.

Besonders hervorzuheben ist die 0,786-Projektion im Bereich von rund 65.700 USD. Diese Marke hat sich in den vergangenen Wochen als belastbare Unterstützungszone erwiesen und eine temporäre Stabilisierung ermöglicht. Die darauffolgende Gegenbewegung führte den Kurs zurück bis zur 0,5er Fibonacci-Projektion (77.406 USD) – ein technisches Retracement innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends.

Damit steht der Markt nun an einem entscheidenden Punkt:

  • Bullishes Szenario:
    Sollte der Bereich um 77.500 USD und 82.230 USD (0,382er Fibo-Projektion) nachhaltig überwunden werden, könnte sich eine W-Formation (Doppelboden bei 0,786er FiBo-Projektion) ausbilden. Ein solches Muster würde die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltigere Trendwende deutlich erhöhen.
  • Bearishes Szenario:
    Scheitert ein nachhaltiges Überwinden den Bereich um 77.500 USD bzw. 82.230 USD, rückt die nächste Projektion bei rund 57.000 USD in den Fokus. Dieses Niveau fungiert als logisches Anschlussziel innerhalb des laufenden Abwärtstrends.

Kurzfristig bleibt die Lage damit technisch hochspannend: Der Markt oszilliert zwischen potenzieller Bodenbildung und Fortsetzung des Abwärtstrends. Die Reaktion auf die Unterstützungszone wird richtungsentscheidend für die kommenden Wochen sein.

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