Nach einer ausgeprägten roten Kerze im März 2026 konnte der Index im Verlauf des Monats April eine bemerkenswerte Gegenbewegung einleiten. Ausgehend vom Monatsschluss März legte der DAX um 1.612 Punkte beziehungsweise 7,1 % zu und schloss den April bei 24.292 Punkten.
Die hohe Dynamik spiegelt sich auch in der Handelsspanne wider: Mit 2.114 Punkten beziehungsweise 9,32 % bleibt die Volatilität auf Monatsbasis weiterhin erhöht – ein klares Zeichen für ein nervöses, aber gleichzeitig chancenreiches Marktumfeld.
Technisch ist besonders relevant:
Der DAX konnte den Monats-Tenkan im Ichimoku-System zurückerobern und nach oben durchstoßen. Damit hat sich ein wichtiger kurzfristiger Trendfilter wieder zugunsten der Bullen gedreht.
Noch bedeutender ist das Gesamtbild im Ichimoku Kinko Hyo:
Alle fünf Signale stehen aktuell auf „Long“ – ein klares Setup im Monatschart, das die übergeordnete Trendstärke unterstreicht.
Der langfristige Aufwärtstrend ist damit weiterhin voll intakt.
Der Fokus richtet sich nun auf die Oberseite:
Gelingt es dem DAX im Mai, die positive Dynamik fortzusetzen, rückt ein erneuter Angriff auf das Allzeithoch in den Bereich des Möglichen. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde ein starkes mittelfristiges Kaufsignal generieren.
Allerdings gibt es auch einen dämpfenden Faktor:
Die saisonale Komponente spricht aktuell nicht für zusätzlichen Rückenwind. Historisch gehört der Mai eher zu den schwächeren Börsenmonaten, was die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der volatilen Seitwärts- bzw. Konsolidierungsphase erhöht.
Fazit:
Der DAX präsentiert sich im Monatschart technisch stark mit klar bullischer Struktur. Gleichzeitig bleibt die Volatilität hoch und die Saisonalität ein potenzieller Gegenwind. Die Ausgangslage ist damit konstruktiv – aber keineswegs frei von Risiken.

