Seit dem Allzeithoch bei 145,85 € im März 2015 befindet sich die Aktie von Bayer in einem langfristigen Abwärtstrend. Über mehr als ein Jahrzehnt dominierte eine klar fallende Trendlinie den Monatschart.

Januar 2026: Erstes technisches Lebenszeichen

Im Januar 2026 gelang erstmals der Ausbruch über die über 10-jährige Abwärtstrendlinie. Charttechnisch ein bedeutendes Signal – zumindest potenziell.

Parallel dazu schloss der Kurs an der unteren Begrenzung der Ichimoku-Wolke im Monatschart.
Das bedeutet:

  • Trendbruch nach oben
  • Gleichzeitig Widerstandszone durch die Kumo
  • Ein solches Setup kann der Auftakt für eine größere Trendbewegung sein – sofern Anschlusskäufe folgen.

Februar 2026: Momentum stockt

Im Februar konnte die Aktie die Aufwärtsbewegung jedoch nicht fortsetzen. Der Kurs schloss 2,63 € bzw. knapp 6 % tiefer bei 41,79 €.

Damit bleibt der Ausbruch zunächst unbestätigt.
Ein nachhaltiger Trendwechsel benötigt Folgekerzen mit steigenden Hochs und Schlusskursen oberhalb der Ausbruchszone.


März 2026 – Der Entscheidungsmonat

Jetzt stellt sich die zentrale Frage:

🔹 Szenario 1: Pullback & Bestätigung

Ein Rücksetzer an die ehemalige Abwärtstrendlinie – im Bereich um 34 € – wäre technisch sauber.
Ein erfolgreicher Rebound dort könnte:

  • den Trendlinienbruch bestätigen
  • die Aktie durch die Ichimoku-Wolke führen
  • einen mittelfristigen Trendwechsel einleiten

➡️ Nächstes Kursziel: Bereich um 65 €


🔹 Szenario 2: False Breakout

Sollte der Januar-Ausbruch nicht verteidigt werden, wäre das ein klassisches Fehlsignal.
In diesem Fall würde sich der langfristige Abwärtstrend fortsetzen.

➡️ Kursziel: 30–27 €


Fazit

Der Monatschart sendet erstmals seit Jahren ein konstruktives Signal – aber die Bestätigung steht noch aus.
Der Monat März dürfte richtungsweisend werden.

Technisch betrachtet befindet sich Bayer an einem Make-or-Break-Level auf Dekadenebene.

Es bleibt spannend.

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