Zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche konnten die Bullen ihre starke Aufwärtsbewegung aus der Vorwoche zunächst eindrucksvoll fortsetzen. Ein Aufwärts-Gap zum Wochenstart sorgte für weiteren Rückenwind und unterstrich die positive Marktstimmung.

Im weiteren Wochenverlauf ließ die Dynamik jedoch spürbar nach. Nach dem starken Start verließen die Käufer zunehmend die Kraft und der Optimismus des ersten Handelstages. Der DAX schloss die Woche schließlich bei 25.113 Punkten und notiert damit nur noch rund 1,5 % unter dem Allzeithoch bei 25.507 Punkten aus dem Januar 2026.

Charttechnisch wurde im Wochenchart ein Doji ausgebildet. Dieses Kerzenmuster signalisiert zunächst Unentschlossenheit zwischen Käufern und Verkäufern. Nach einer starken Aufwärtsbewegung verdient ein solches Signal erhöhte Aufmerksamkeit.

Sollte die neue Handelswoche aus Sicht der Bullen enttäuschend verlaufen und eine größere rote Wochenkerze folgen, könnte sich ein sogenannter Evening Star ausbilden. Diese Formation zählt in der Technischen Analyse zu den klassischen Umkehrmustern.

Noch ist dieses Szenario jedoch reine Spekulation. Aktuell liegt lediglich ein Doji vor, der ebenso gut als normale Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends interpretiert werden kann.

Genau darin liegt derzeit das bullische Argument: nach den kräftigen Kursgewinnen der vorletzten Woche könnte der Markt lediglich eine kurze Verschnaufpause eingelegt haben, bevor der nächste Angriff auf das Rekordhoch startet.

Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt weiterhin intakt.

Fazit:
Die Bullen haben das Allzeithoch weiterhin fest im Blick. Der Doji im Wochenchart mahnt zwar zur Aufmerksamkeit, liefert aber noch kein Verkaufssignal. Solange keine Bestätigung einer Umkehr erfolgt, bleibt das technische Bild konstruktiv. Die Chancen stehen gut, dass der DAX bereits in der kommenden Handelswoche einen neuen Anlauf auf das Allzeithoch unternimmt – und möglicherweise sogar ein neues Rekordhoch markiert.

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