Nach der Unsicherheit in der vorangegangenen Handelswoche – die sich bereits in Form eines Doji mit langem Docht angekündigt hatte – haben in der abgelaufenen Woche nun die Bären das Zepter übernommen.

Der DAX schloss die Woche bei 23.950 Punkten und damit erstmals seit fünf Wochen wieder unterhalb des 50-Wochen-SMA sowie unter dem 200-Tage-SMA. Dieser Rückfall unter wichtige Trendfilter ist aus technischer Sicht ein erstes Warnsignal für die Bullen. Die Käufer konnten die Schwäche zum Wochenschluss nicht mehr kontern, wodurch sich das kurzfristige Chartbild deutlich eingetrübt hat.

Zusätzlich zeigt sich auf dem Tageschart ein weiteres Warnsignal:
Wir haben in dieser Woche – wie bereits in der Vorwoche – erneut eine charttechnische Inselumkehr gesehen. Dieses Muster deutet häufig auf eine Trenderschöpfung beziehungsweise eine kurzfristige Umkehrphase hin und unterstreicht die aktuell fragile Marktverfassung zusätzlich.

Entscheidend wird nun die kommende Handelswoche:

Sollte dem DAX der Wochenabschluss nicht oberhalb des 50-Wochen-SMA gelingen, könnte sich die laufende Schwächephase weiter ausdehnen. In diesem Fall steigt die Wahrscheinlichkeit für eine größere Konsolidierung beziehungsweise eine fortgesetzte Seitwärts- bis Abwärtsbewegung.

Der langfristige Aufwärtstrend ist zwar aktuell noch nicht gebrochen, allerdings nehmen die Warnzeichen im Wochenchart zu.

Fazit:
Die Bären haben kurzfristig die Kontrolle übernommen. Der Bereich um den 50-Wochen-SMA wird nun zur entscheidenden technischen Schlüsselzone für die kommenden Wochen. Ein schneller Rebreak nach oben wäre wichtig, um das übergeordnete bullische Bild zu stabilisieren.

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