GOLD WEEKLY UPDATE: Bullen oder nur technische Gegenbewegung?

Gold befindet sich aktuell in einer charttechnisch hochinteressanten Phase. Seit Mitte Juni 2026 zeichnet sich eine mögliche Bodenbildung im Abwärtstrend ab, der mit dem Allzeithoch zu Jahresbeginn begonnen hat.

In der vorletzten Handelswoche bildete Gold eine lange grüne Wochenkerze. Dabei wurde der Tenkan überwunden und der Kurs bewegte sich zurück in die Ichimoku-Wolke sowie in Richtung der 50-Wochen-Linie. In der abgelaufenen Handelswoche gelang schließlich der Ausbruch über die SMA50. Allerdings konnten die Bullen diese wichtige Marke nur knapp verteidigen.

Interessant wird es bei der Fibonacci-Analyse:

Ausgehend vom markanten Tief im Oktober 2022 bis zum Allzeithoch im Januar 2026 zeigt sich, dass die seit Juni laufende Bodenbildung im Bereich des 38,2-%-Retracements stattgefunden hat.

Noch spannender: Legt man vom Allzeithoch eine Fibonacci-Projektion in den Abwärtstrend, erfolgte die Bodenbildung nahezu im Bereich der 61,8-%-Projektion.

Damit entsteht ein bedeutendes Fibonacci-Cluster, das für die weitere Kursentwicklung wichtige Hinweise liefern könnte.

Was ist jetzt denkbar?

🔴 Szenario A – Die Erholung bleibt eine technische Gegenbewegung

Die Bären übernehmen wieder die Kontrolle und der übergeordnete Abwärtstrend seit dem Allzeithoch setzt sich fort.

Mögliche Kursziele:

3.976 USD – 61,8-%-Fibonacci-Projektion
3.406 USD – 100-%-Fibonacci-Projektion

🟢 Szenario B – Die Bullen behalten die Oberhand

Gold bestätigt die Bodenbildung und setzt die Erholung fort.

Die nächsten charttechnischen Widerstände liegen bei:

4.546 USD – 23,6-%-Fibonacci-Projektion
4.681 USD – Kijun bzw. obere Begrenzung der Ichimoku-Wolke

Mein Fazit:

Gold steht an einem entscheidenden Punkt.

Die Kombination aus Fibonacci-Cluster, Bodenbildung, Ichimoku und dem Kampf um die SMA50 spricht für eine spannende Entscheidungsphase.

Noch ist nicht entschieden, ob wir bereits den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung sehen – oder lediglich eine technische Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends.

Die kommenden Wochen könnten die Antwort liefern.

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