Ich habe mir den langfristigen Chart von Bitcoin genauer angeschaut und die historischen Kursbewegungen in Phasen unterteilt (siehe Chart). Das Ergebnis zeigt verblüffend präzise das Wechselspiel aus fallenden, stagnierenden (akkumulierenden) und steigenden Kursen.
In der Krypto-Analyse ist dieses Phänomen als 4-jähriger Marktzyklus bekannt, der traditionell eng an die Bitcoin-Halvings gekoppelt ist:
1️⃣ Die Akkumulation (Stagnation): nach dem Crash flacht der Kurs ab. Das „Smart Money“ kauft unaufgeregt ein, während die Masse das Interesse verliert.
2️⃣ Das Markup (Anstieg): zurückkehrende Nachfrage – der Kurs steigt wieder.
3️⃣ Die Distribution (Plateau/Euphorie): der Markt erreicht zyklische Höchststände (wie wir sie im Herbst 2025 sahen). Gewinne werden realisiert, die Volatilität ist hoch.
4️⃣ Das Markdown (Korrektur): die Luft entweicht, der Markt korrigiert (historisch oft um 70-85 %, im aktuellen Zyklus 2026 dank institutioneller ETFs bisher deutlich milder).
Die große Frage lautet: bleibt dieser 4-Jahres-Takt dauerhaft bestehen oder sehen wir eine strukturelle Veränderung?
- Die Zyklus-Treuen argumentieren, dass die menschliche Psychologie (Gier & Angst) und die mathematische Verknappung das Muster immer wieder wiederholen werden.
- Die Verfechter des „Superzyklus“ betonen, dass durch die Wall-Street-ETFs und die Kopplung an die globale Liquidität (z. B. US-Makrodaten) die alten Gesetzmäßigkeiten zunehmend verwässert werden.
Was ist eure Meinung? Sehen wir hier das verlässliche Atmen des Marktes oder brechen wir in diesem Zyklus endgültig mit den alten Regeln?

