Der Herbst an den Märkten neigt sich dem Ende zu und der November steht vor der Tür – ein Monat, der an den Kapitalmärkten oft mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden ist. Schauen wir uns die monatliche Performance der wichtigsten Aktienindizes (stellvertretend für die globalen Märkte) über die letzten 50 Jahre an, um das statistische Profil dieses Monats zu beleuchten.
📊 Die historische November-Statistik
| Statistik | Durchschnittliche Monatsrendite (ca.) | Häufigkeit positiver Monate (ca.) |
| S&P 500 | +1,5% | ~67% |
| DAX | +1,2% | ~62% |
| Euro Stoxx 50 | +1,3% | ~65% |
Daten basieren auf der groben Aggregation historischer Monatsrenditen (Quellen: u.a. S&P Dow Jones Indices, Deutsche Börse, Stoxx Ltd.).
💡 Meine Interpretation als Technischer Analyst
- „Best-Case“-Monat im Q4: der November ist historisch gesehen oft der stärkste Monat im vierten Quartal. Er markiert häufig den Beginn der „Jahresendrallye“, angetrieben durch saisonale Effekte und die optimistische Erwartung des Weihnachtsgeschäfts.
- Die Stärke des November-Effekts: mit einer positiven Tendenz in rund zwei Drittel aller Fälle zeigt sich eine deutliche statistische Präferenz für Aufwärtsbewegungen. Dies macht den November zu einem statistisch favorisierten Monat für Long-Positionen.
- Vorsicht ist geboten: trotz der positiven Tendenz dürfen wir die verbleibenden 30-40% negativer Monate nicht ignorieren. Makroökonomische Schocks, unerwartete Zinsschritte oder geopolitische Ereignisse können jedes statistische Muster brechen.
- Technisches Momentum: oft dient die positive November-Statistik als psychologischer Rückenwind, der durch steigendes Momentum in den Charts bestätigt wird. Aktuelle technische Signale sollten immer Vorrang vor reiner Saisonalität haben.
Fazit: Der November bietet statistisch betrachtet eine günstige Ausgangslage, ist aber kein Selbstläufer. Die Kombination aus historischer Wahrscheinlichkeit und aktuellen technischen Indikatoren ist entscheidend für die Trading-Entscheidung.

